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                            Radsport Zwanzig Jahre im TSV Bremervörde gegründet 2001

Liebe Mitglieder,

wir laden Euch herzlich ein, gemeinsam mit uns am 10. Oktober 2021 das zwanzigjährige Jubiläum der Radsportabteilung im TSV zu begehen. Unsere Abteilung kann  auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken, und das wollen wir gebührend würdigen.

Die Feier findet corona-bedingt im Rahmen unseres diesjährigen „Abradelns“ statt, das wir traditionell mit einem kleinen, ungezwungenen Grillfest abschließen. Habt bitte Verständnis, dass auch wir uns hierbei an die 3G-Regel halten müssen!

Wir starten unsere Runde um 10 Uhr am Bootshaus. Die Strecke wird kurzfristig festgelegt werden, wird aber niemanden überfordern und ca. 2 Stunden in Anspruch nehmen. Am Bootshaus gibt es Möglichkeiten zum Duschen und Umziehen. Um 14 Uhr gehen wir dann zum Grillen über, zu dem wir auch unsere Sponsoren eingeladen haben.

Es wäre schön, wenn der ein oder andere noch einen Salat beisteuern könnte. Bitte setzt Euch dazu mit Linda in Verbindung.

Um Antwort wird gebeten bis zum 30. September bei Michael Schmitz

Wir freuen uns auch Euch, viele Grüße,

der Abteilungsvorstand Radsport

                                            Dreitagesfahrt durch Ostfriesland 2022

Hallo zusammen,

wie bereits besprochen wollen wir im nächsten Jahr wieder eine 3 Tagesfahrt machen.

Termin wäre dann   26.05. bis28.05,

 vorgesehen ist einmal um Ostfriesland mit 2 Übernachtungen.

Streckenlänge wären insgesamt 460 km, 160-150-140 Tagesstrecken.

Start und Ziel ist Bremervörde.

Da wir die Hotelübernachtung frühzeitig bestellen müssen, ist eine verbindliche  Anmeldung bis 30.September zwingend erforderlich.(E-Mail)

Bei Anmeldung werden 50€ fällig.

Diese Fahrt ist nur für Mitglieder der Radsportabteilung.

Sollte die Fahrt wegen Corona oder anderen Ursachen nicht  stattfinden können, werden wird das frühzeitig bekanntgeben und die 50€ zurückerstatten.

Anmeldungen gehen an Michael Ürmösi

                                  Corona - die Zweite - auf dem Spreeradweg nach Berlin . . . 

Auch in diesem Jahr lockte es uns zwei Radsportfreunde - Manfred Martens - Holger Engelmann - wieder eine einwöchige Radreise auf dem Tourenrad zu unternehmen. Wie schon im letzten Jahr deutete Vieles darauf hin auch wieder unter „Coronabedingungen“ zu fahren. So langsam gewöhnt man sich ja an diesen Zustand und so beschlossen wir Ende Juni - Anfang Juli den Spreeradweg von der Spreequelle in Eibau bis zur Mündung in die Havel bei Berlin abzuradeln.  Diese Strecke beträgt gut 360 Kilometer und es gibt entsprechendes Kartenmaterial für den Weg. Auch im Internet wird der Spreeradweg beschrieben - es gibt Informationen für einzelne Etappen und Stationen entlang des Weges. Diese Tour wird insgesamt als sehr schön und abwechslungsreich beschrieben und passt in unserem Fall auch ideal für ein Zeitfenster von einer Woche.

So begaben wir uns am Samstag den 26. Juni in aller Frühe ab Bremervörde Bahnhof auf die Zuganreise nach Ebersbach-Neugerstorf - nahe der tschechischen Grenze. Diese Anreise erforderte wieder einen ganzen Tag mit der Bahn - es ging über Buxtehude - Umstieg in den Metronom nach Hamburg - dort Wartezeit und Umstieg in den IC über Berlin nach Dresden - dort erneut Aufenthalt und Weiterfahrt im Regionalzug nach Ebersbach-Neugerstorf. Dort angekommen setzte am späten Nachmittag ein kurzes heftiges Gewitter ein so dass wir erstmal auf dem Bahnhof Unterschlupf suchen mussten um den heftigen Regen abzuwarten. Von dort aus ging es dann auf eigener Achse zu unserer Unterkunft in Eibau - nahe einer der drei Spreequellen. Diese suchten wir am Abend noch zu Fuss auf um so nahe wie möglich am Einstieg in den Spreeradweg zu starten. An Radkilometern kamen an diesem ersten Tag lediglich 10 Kilometer auf unsere Fahrrad-Tachos.

Am Sonntagmorgen nun endlich Start ab unserer Pension in Eibau auf den Rädern in den sonnigen Tag. Eibau ist ein Ortsteil von Ebersbach-Neugerstorf und dort befindet sich eine weitere Spreequelle. Auch an dieser zweiten Quelle radelten wir vorbei und machten uns auf den Weg in Richtung Bautzen. Wir fuhren bei bestem sonnigen Wetter durch die Oberlausitz - nah entlang der Spree, die hier noch als kleiner Bach in Erscheinung tritt. In Bautzen angekommen schauen wir erstmal nach einer Möglichkeit zur Einkehr. An diesem Sonntag - hier tief im Südosten des Landes kein leichtes Unterfangen. Aber schließlich werden wir in der Innenstadt doch noch fündig und so machen wir uns danach wieder auf in den schon fast schwül-warmen Nachmittag. Zusätzlich zur Wärme machen sich in dem hügeligen Gelände unsere bepackten Räder bemerkbar. Gegen Abend erreichen wir den Ort Uhyst am Bärwalder See. Hier legen wir erstmal eine kurze Badepause ein um uns ein wenig abzukühlen und die Wartezeit bis zum Erscheinen unserer Pensionswirte zu verkürzen. Nachdem wir dann eingecheckt haben suchen wir noch in der Ortsmitte ein Lokal mit Biergarten auf und stärken uns nach dieser doch recht anstrengenden Fahrt.  An diesem zweiten Tag kamen nun doch schon mehr als 95 Kilometer auf die Tachos unserer Räder dazu.

Der Montagmorgen gestaltet sich ebenso schön sonnig wie der Vortag und wir starten nach einem guten Frühstück in den neuen Tag. Es geht erstmal ein gutes Stück um den Bärwalder See herum bevor wir in Boxberg/Oberlausitz in Richtung Spremberg - Schwarze Pumpe - auf Cottbus zufahren. Auch hier wieder ein hügeliges waldreiches Gebiet - die sogenannte Lausitzer Seen und  Teichlandschaft. Auffallend viele unterschiedliche Seen säumen unseren Weg - alles wieder renaturierte und mit Wasser verfüllte ehemalige Braunkohlegruben  - die jetzt nicht nur zum Baden sondern auch zu diversen anderen Freizeitmögiichkeiten einladen. Cottbus hat schon fast ein wenig Grossstadflair - hier befindet sich ein Olympiastützpunkt und eine technische Universität. Die Cottbuser sind auch bekannt für ihre erfolgreiche Arbeit im Bereich des Radsports. Wir verbringen hier eine Pause und radeln dann weiter entlang der Spree - die hier schon ein kleiner Fluss ist - aus der Stadt. Es geht erneut durch ein Seen- und Teichgebiet und gegen Abend erreichen wir Peitz. In einer urigen Radlerpension verbringen wir dann den Abend und die Nacht. Dieser Tag brachte uns weitere 93 Kilometer auf unsere Fahrradtachos.

Am Dienstag begann unsere Weiterfahrt nach einem sehr leckeren Frühstück im Garten der Pension - nach dem sich immer wiederholenden Muster des Packens - Auscheckens und einem kurzen Fahrradcheck ging es auf den Tourenrädern in den sonnigen Morgen. Von Peitz aus ging es nun auf in den „sagenumwobenen“ Spreewald - erstes Ziel Burg im Spreewald. Der Ort Burg sowie Lübben und Lübbenau streiten sich seit Jahren um den Titel - Perle oder Zentrum des Spreewaldes zu sein. Nicht nur im Streit - sondern auch im touristischen Angebot steht kein Ort dem Anderen nach. Überall das gleiche Bild - Spreewaldromantik und entsprechendes Freizeitangebot in Form von Kahnfahrten usw. prägen scheinbar diese Orte des Spreewaldes. Wir durchfahren auf unserer heutigen Strecke diese drei Orte - und etliche mehr - und können uns auch dem touristischen Angeboten nicht entziehen und geniessen eingelegte Spreewaldgurken auf die Hand als „Pausensnack“. Am Nachmittag geht es erneut durch ein verstecktes Teichgebiet - das der professionellen Fischzucht dient - in den kleinen romantischen Ort Schlepzig. Hier finden wir spontan eine gute Unterkunft und verbringen den Abend beim ersten „Public-Viewing“ seit Corona beim EM Spiel Deutschland - England. Mehr als 75 Kilometer verzeichnen unsere Tachos an diesem Tag.

Der Mittwochmorgen erwartete uns mit heftigem Regen - nach den schwül-warmen Tagen davor nicht sonderlich überraschend - waren doch schon seit zwei Tagen Gewitterprognosen unser Begleiter. Wir frühstückten erstmal und berieten das weitere Vorgehen. Letztendlich entschieden wir uns für die Weiterfahrt - in der Hoffnung dass der Regen sich im Laufe des Vormittages irgendwann einstellen würde. Diese Hoffnung wurde dann aber im Verlaufe des Tages zunichte gemacht und wir bekamen trotz guter Regenkleidung „den Hintern nass“ - und nicht nur den . . . Ohne besonderes Sightseeing oder sonstige große Pausen radelten wir im strömenden Regen - der Spree kreuz und quer folgend durchs Land. Bis nach Beeskow an der Spree wo wir dann doch aufgaben. Triefend nass checkten wir im Bootshaus Beeskow ein und versuchten erstmal unsere „Klamotten“ zu trocknen so gut es ging. Am Abend dann doch noch etwas Sonne und wir genossen einen kleinen Stadtbummel und das Abendessen. Nur gut 56 Kilometern kamen an diesem Regentag auf den Tachos hinzu.

Der Start in den Donnerstagmorgen gestaltete sich zunächst trocken - aber arg bewölkt und wir fuhren in Richtung  Fürstenwalde. Aber schon nach kurzer Zeit holte uns der Regen ein - und so ging es mit Regenkleidung durch die Brandenburger Wälder - kreuz und quer der Spree und ihren Verzweigungen - Kanälen und Nebenarmen folgend. In Fürstenwalde angekommen lockerte der Regen auf und wir konnten einige der Regensachen nach einer längeren Pause ablegen. Fürstenwalde/Spree ist eine Domstadt und auch die bevölkerungsreichste Stadt in Brandenburg. Nach Fürstenwalde ging unsere Fahrt doch nun schon verschärft auf Berlin zu. Aber durch den Verlauf der Spree - und ihr folgend dem Spreeradweg - kamen wir an kleineren und grösseren Seen vorbei und erreichten am Abend Woltersdorf am Flakensee - vor den Toren Berlins. Hier nun noch eine letzte Übernachtung bevor es am folgenden Tag zum Zielpunkt unserer Tour nach Berlin Köpenick ging. Gute 82 Kilometer konnten wir heute auf unseren Radtachos verbuchen.

Der Freitagmorgen begrüsste uns mit Sonne satt und wir starteten nach einem ausgiebigen Frühstück entspannt unsere letzte Etappe des Spreeradweges. Über Erkner ging es entlang der Spree an den Müggelsee den wir dann auf südlicher Seite umfuhren. Hier einige Stopps für Fotos und um die Atmosphäre zu geniessen - letztendlich auch für die obligate Cappuccino Pause. Wir hatten Zeit und folgten auf unseren Rädern der Müggelspree bis ins Zentrum von Köpenick - hier am bekannten Köpenicker Rathaus war nun der End- und Zielpunkt unserer Radtour erreicht. Auf einigen Radkarten führt der Weg allerdings noch weiter bis ins Zentrum Berlins - auf unserer endete der Weg hier in Köpenick. Aber auch wir radelten im Anschluss noch weiter - wir hatten uns für eine Unterkunft in einigermassen Bahnhofsnähe entschieden. So fuhren wir noch locker weiter in den Nollendorfer Kiez um hier zu Übernachten und ein wenig Berlin und Grosstadtfeeling zu erleben. Gute 45 Kilometer verzeichneten unsere Tachos am Ende für diesen letzten Etappentag.

Am Samstag dem letzten und siebten Tag unserer Reise machten wir noch ein wenig Sightseeing per Fahrrad durch Berlin. Winterfeldt Markt - Ku’damm - Tiergarten - Siegessäule - Regierungsviertel - Brandenburger Tor - Spreeufer - und letztendlich Berliner Hauptbahnhof lagen auf der selbstgewählten Route. Hier und da ein Café für Cappuccino und sonstige Stopps waren zwischendurch immer angesagt - alles locker und entspannt bis wir dann am Nachmittag mit dem ICE in Richtung Hamburg aufbrachen. So ging es dann per Bahn über Hamburg - Buxtehude - nach Bremervörde. Für diesen Tag kamen somit noch gute 30 Kilometer auf die Fahrradtachos.

Rückblickend war diese Radwoche wieder einmal eine Erfahrung der besonderen Art - die Betonung liegt hier auf „fahren“ - letztendlich kamen wir auf eine Distanz von weit mehr als 400 Kilometer. . . Zum Einen weil es wieder ein besonderer interessanter und schöner Radweg war - zum Anderen weil wir bedingt durch die Wetterkapriolen und den Coronabedingungen wieder einmal ganz neue Eindrücke/Einschränkungen erleben konnten. Wenn man den ganzen Tag im strömendem Regen Fahrrad fährt gibt es Momente an denen man sich ernsthaft fragt warum und wieso man sich das nun gerade antut - wenn man dann allerdings wieder an einem sonnigen Sommertag auf dem Rad die Landschaft und Umgebung entdecken kann so fällt in beiden Fällen die Antwort und das Wahrgenommene so extrem unterschiedlich aus wie es so nur auf dem Fahrrad sein kann. Rückblickend also doch wieder ein tolles Erlebnis - eine schöne Woche mit meinem Radsportkollegen Manni - so viele neue und interessante Eindrücke und Erfahrungen. Also doch wieder gerne mehr davon in 2022.

20 jähriges jubiläum der Radsportabteilung vom TSV Bremervörde

Vor etwa 24 Jahren trafen die Bremervörder Rennradfahrer auf Gerd Wiemer. Er war der erste " richtige " Rennradfahrer und konnte mit seiner Erfahrung und seinem Wissen vieles vermitteln. Im Jahre 2000 entstand dann die Idee, in Bremervörde einen Verein zu suchen, in dem sich die Idee des Rennradfahrens verwirklichen lassen könnte. Es bot sich der TSV Bremervörde an und so wurde 2001 die Radsportabteilung gegründet. Schnell wuchs die Abteilung und nach einigen Jahren nahmen die ersten Mitglieder an Rennveranstaltungen teil. Eines der "Highlights " waren die HEW CYCLASSICS in Hamburg. Dort wurden die ersten Erfolge gefeiert: Gerd Wiemer zeigte sein Können auf den Siegerlisten. Ebenfalls sehr erfolgreich: Otto Meyerhoff, Michael Scholz, Lars Bartlau: Sie nahmen erfolgreich an Meisterschaften teil. Sehr große Teilnehmerzahlen verzeichneten die Tourenfahrten des Bundes Deutscher Radfahrer. Die Abteilung wurde im Laufe der Jahre immer öfter Landessieger im Bereich Lüneburg bzw. Niedersachsen. Inzwischen sind sie Serienmeister bei dem Wettbewerb. Über 10 RTF´s wurden inzwischen von der Radsportabteilung ausgerichtet. Corona-bedingt mussten leider die beiden letzten RTFs ausfallen. Zu den Traditionen der Abteilung gehört auch eine Winterwanderung. Sie gibt den Sportlern und ihren Partnern im Winter die Gelegenheit zum Planen der kommenden Saison.

RTF Durch das Vörde Land fällt aus😭😭

Liebe Radsportfreunde - aufgrund der aktuellen Corona Situation hat sich der Vorstand der Radsportabteilung des TSV Bremervörde - nach langer Überlegung und Abwägung - dazu entschlossen die diesjährige RTF in Bremervörde abzusagen. Auch ein etwaiger Alternativtermin wird nicht in Erwägung gezogen - somit wird in dieser Saison leider keine RTF der Radsportabteilung im TSV Bremervörde stattfinden. An dieser Stelle ein sportlicher Gruss an alle Radportfreunde - bleibt gesund und munter - und dann auf ein Neues im Jahr 2022.

Ordentliche Mitgliederversammlung am 5. Februar 2020 virtuell

Die Radsportabteilung des TSV Bremervörde hielt am vergangenen Freitag, den 5. Februar 2021, ihre ordentliche Mitgliederversammlung ab. Diese fand wegen Corona virtuell statt. Die Teilnehmerzahlen unserer virtuellen Mitgliederversammlungen steigen zwar von Versammlung zu Versammlung. Sie sind aber noch nicht so stark, das wir Wahlen durchführen können. Aus diesem Grund wurde beschlossen, dass wir alle anstehenden Wahlen um  ein Jahr aufschieben. Die Entlastung des Kassenwartes und des Vorstandes konnte virtuell erfolgen. Abteilungsleiter Michael Schmitz berichtet von den enormen  Auflagen unter denen in 2021 RTF´s durchgeführt werden müssen. Aus diesem Grund wurde einheitlich beschlossen, dass wir alternativ eine Landeszielfahrt durchführen wollen. Die geplante Feier des Radsportjubiläums wird ebenfalls auf 2022 verschoben.

Radtour in Corona-Zeiten oder von von Ahlbeck nach Lüneburg . . .

Nach einer gut zweijährigen Radtourabstinenz drängte es meinen Radsportfreund Manfred Martens und mich - Holger Engelmann - mal wieder zu einer grösseren Radtour. Hierfür hatten wir in 2020 eine Woche veranschlagt um von Ahlbeck aus an der polnischen Ostseeküste entlang bis nach Danzig zu radeln. Diese Idee kam uns in Anlehnung an den vor zwei Jahren befahrenen Europaradweg R1 von Münster nach Berlin. Dieser Radweg verläuft ja auch durch Polen - wenn auch nicht direkt an der Ostsee - so aber stückweit. Wir hingegen wollten schon immer einmal durch Polen fahren - und wie in diesem Fall auch gerne direkt an der Ostsee entlang. Soweit der Plan und die entsprechende Vorbereitung - nur leider hatten wir da noch nichts von der momentan immer noch anhaltenden Corona-Krise ahnen können. Polen war nun also zu Tourbeginn immer noch eine No-Go-Area und wir mussten unsere Reise entsprechend umdisponieren. Die Tickets für die Bahnfahrt nach Ahlbeck ließen sich nicht mehr stornieren und so beschlossen wir zumindest erstmal nach Ahlbeck anzureisen. Mein Radsportfreund Manni zauberte dann doch noch rechtzeitig zu Tourbeginn eine verstaubte Bikemap aus seinem Fundus - von Lüneburg nach Wollgast auf dem Rad - so dass wir diese Karte zweckentfremdet für die umgekehrte Richtung nutzen konnten.

1. Tag / 13. Juni 2020 - Anreise Bremervörde - Ahlbeck - ca. 25 Radkilometer

An diesem diesigen aber warmem Samstagmorgen trafen wir uns - gefühlt mitten in der Nacht - also um 6.30 Uhr - am Bremervörder Bahnhof zum Start für unsere Anreise per Bahn auf die Insel Usedom. Entspannt ging es mit der EVB nach Buxtehude - hier Umstieg in den Metronom und weiter nach Hamburg Hauptbahnhof. Hier ein erster Kaffee und entspannter Umstieg in den ICE nach Berlin Hauptbahnhof. Natürlich auch hier schon alles mit Maskenpflicht und entsprechenden Abstandsregeln. Die Züge sind noch entsprechend leer und so stellen diese Maßnahmen kein großes Problem dar. Das erste ernsthafte Problem dann aber in Berlin. Unsere Anschlusszug in Richtung Usedom ist komplett gecancelt und wir müssen uns erstmal mit der S-Bahn durch Berlin und dann bis Bernau durchschlagen. Endlich in Bernau angekommen haben wir noch eine lockere Aufenthaltszeit von zwei Stunden bis zur Weiterfahrt die wir für einen kleinen Imbiss in Bahnhofsnähe nutzen. Das Wetter ist mittlerweile prächtig und wir geniessen die Sonnenstrahlen bei netter Unterhaltung (Manni du weisst was ich meine) in einer Strassenlokalität. Dann auf zum Bahnhof - hier nun große Aufregung und großes Chaos - der Zug fällt ebenso aus - Corona bedingt oder sonstwie - man weiss es nicht - man ahnt es nur. Also wieder zurück in die Strassenlokalität und erneut nette Berieselung durch die durstige Dame mit Bierchen. . . Nach einer weiteren Stunde ein erneuter Versuch noch einen Zug in Richtung Usedom zu ergattern - diesmal mit Erfolg . . . Letzter Umstieg in Züssow - dann endlich auf nach Ahlbeck. Der Zug ist nun “proppenvoll“ und die Maskerade beginnt zu nerven - also schon zwei Stationen vorher Ausstieg und auf gehts mit dem Rad entlang der Ostsee bis nach Ückeritz in unsere erste Pension zur Übernachtung.

2. Tag / 14. Juni 2020 - Ückeritz - Ückermünde - ca. 95 Radkilometer

Bei sonnig warmem Wetter und nach einem leckeren Frühstück geht es in den ersten wirklich aktiven Radtag. Wir fahren auf guten Strecken durch Wald - Feld und Flur in Richtung Usedom auf Usedom. Hier angekommen der erste Versuch zu einer obligatorischen Cappuccino Pause. Leider vergebens - es ist Sonntag - der Stadtkern nicht so gross und die wenigen Einkehrmöglichkeiten nicht geöffnet - wohl auch wegen der angespannten Coronalage. Also weiter - auf nach Anklam. Der Stadtkern von Anklam ist schon ein wenig grösser und somit gelingt es uns hier eine Pause einzulegen und uns etwas zu stärken. Nach einer kurzen Rundtour durch die Altstadt machen wir uns auf den Weg ans Stettiner Haff in Richtung Ückermünde. Eigentlich hätte man dieses Stück der Tour mit einer kleinen Fähre über den Peenestrom abkürzen können - aber leider erfahren wir dass diese Fähre schon 2019 keine ausreichenden Fahrgäste mehr hatte - und nun in Coronazeiten endgültig zum erliegen gekommen ist. Unser Weg führt uns an dem kleinen Fährort und entlang der Peene immer weiter bis nach Mönkebude. In diesem Ort - mit Blick auf das Stettiner Haff eine entspannte Auszeit in der Nachmittagssonne. Danach geht es weiter - am Haff entlang bis an unseren heutigen Zielort Ückermünde. Da die Übernachtungsmöglichkeiten momentan ohnehin eingeschränkt sind halten wir es für angebracht uns in etwas größeren Orten eine Unterkunft zu suchen. Hier mit Erfolg - wenn auch etwas ausserhalb im Stadtteil Liepgarten. Am Abend radeln wir aber noch einmal in die Stadt und an den Hafen um uns noch ein wenig umzuschauen und ein Fischbrötchen auf die Hand für den Abend zu ergattern.

3. Tag / 15. Juni 2020 - Ückermünde - Neustrelitz - ca. 105 Radkilometer

Am dritten Tag unserer Tour starten wir wieder bei sonnigem Wetter in den Morgen. Schön in diesen Morgenstunden die Sonne - die Stille und das Frühstück wird am Tisch serviert - Corona lässt grüssen. Gut gestärkt und auf ebenso guten Wegen - immer abseits der Hauptverkehrsstrassen - geht es erstmal nach Friedrichsruh. Von hier aus weiter durch die hügelige Uckermark - durch kleine Dörfer wie Heinrichswalde - Galenbeck - Schönbeck - Rühnow - Warlin - Küssow - durch Wälder und Felder - entlang entlegener Seen durch eine idyllische Landschaft auf Neubrandenburg zu. Neubrandenburg am Tollensesee verleitet uns erstmal zu einer längeren Rast in der Innenstadt. Es ist sonnig und die nun folgende Strecke entlang des Tollensesees in Richtung Neustrelitz führt uns durch schattigen Wald bis Wustrow - sehr schön hier im Schatten entlang des Sees zu radeln. Noch am späten Nachmittag erreichen wir Neustrelitz und beschliessen - da nach Neustrelitz nur noch kleine Dörfer folgen - eine Unterkunft für die Nacht zu suchen. Wir finden schnell ein uriges Bio-Hotel mit ansprechender Restauration und Biergarten - so dass wir es uns hier gut gehen lassen für den Rest des Abends nach diesem anstrengenden Tag.

4. Tag / 16. Juni 2020 - Neustrelitz - Röbel - ca. 95 Radkilometer

Den sonnigen Start in den Tag geniessen wir mit einem tollen Frühstück unter schattigen Bäumen im Bio-Hotel. Anschliessend noch ein kurzer Besuch der Innenstadt und des Hafens von Neustrelitz - ein wirklich schöner Ort direkt am großen Zierker See gelegen. An diesem See entlang beginnt dann auch die heutige Tour in grobe Richtung Röbel - unserem nächsten Etappenziel. Auf dem Weg dorthin durchfahren wir wieder einmal eine herrliche Landschaft und Natur. Wälder und Seen wechseln sich ab und wir durchfahren idyllische kleine Orte wie Lindenberg - Wesenberg - Carow - Mirow - Viperow - und viele Andere. Es geht eigentlich auf guten Wegen abseits der Strassen - oder wenn an Strassen - auf guten Radwegen durchs Land. Die Orientierung und Ausschilderung ist in den meisten Fällen auch absolut okay und wir kommen gut voran. Hier und da unterbrochen durch Pausen für Fotos - Anschauung und Information oder um uns zu stärken und ein wenig zu entspannen. Die Treckingräder mit ihrem Gewicht und dem Gepäck machen sich doch hier und da bemerkbar. Ganz so eben ist diese Landschaft eher nicht und ab und an bläst auch ein leichter Wind aus West - genau aus der Richtung in die wir fahren. Am Abend erreichen wir Röbel und finden ein schöne Unterkunft direkt am See gelegen.

5. Tag / 17. Juni - Röbel - Parchim - ca. 90 Radkilometer

Wieder begrüsst uns die Sonne am Morgen und wir genießen unser Frühstück direkt am See im Garten des Hotels. Das sonnige Wetter begleitet uns schon seit Beginn der Tour und macht das radeln durch diese tolle Gegend zum Genuss. Wir starten also wieder Richtung Plauer See - wieder weiter nach Westen. Es geht wieder durch einsame Landstriche die aber landschaftlich alle reizvoll erscheinen und wo es beim radeln nirgends wirklich langweilig wird. Es gibt auch hier immer wieder Vieles zu entdecken. Wir radeln etliche Kilometer entlang des Plauer Sees und in den gleichnamigen Ort Plau mit seiner schönen Altstadt. Um die Mittagszeit bietet sich hier eine kurze Einkehr an und nach einer Weile geht es wieder aufs Rad und weiter in den sonnigen Nachmittag. Die Sonne und Wärme bringen uns schliesslich in Kitzow - am gleichnamigen Kitzower See - dazu eine Badepause einzulegen. Nach Information einer Einheimischen gelangen wir am Kitzower See an einen entlegenen Badesteg von dem wir ein Bad im See wagen. Nach diesem erfrischenden Bad und einiger Zeit in der Sonne auf dem Steg fahren wir erneut weiter über Lübz in Richtung Parchim. Hier - entlang des Wockersees - angekommen finden wir schnell eine kleine Pension mit ansprechender Gastwirtschaft und Biergarten und verbringen den Abend noch mit einer Runde zu Fuss durch die Altstadt.

6. Tag / 18. Juni - Parchim - Dannenberg - ca. 95 Radkilometer

Bei wiederum sonnigem Wetter starteten wir früh am Morgen von Parchim aus in Richtung Möderitz. Von hier aus ging es entlang der Lewitzer Fischteiche nach Neustadt-Gleve. Vorbei am Neustädter See ging es durch waldreiche Gegend auf Ludwigslust zu. Nach einem kurzen Abstecher durch den Schlosspark gelangten wir schliesslich an das Schloss Ludwigslust. Hier eine kurze Erkundung des Schlossplatzes mit den umliegenden Gebäuden - von wo aus wir uns dann auf in Richtung Elbe machten. Unser nächstes Etappenziel war zunächst einmal Dömitz an der Elbe. Es wurde nun wettermässig doch recht schwül sodass sich diese Kilometer doch recht schweisstreibend gestalteten. Am Nachmittag erreichten wir Dömitz und der Himmel bewölkte sich zusehends. Wir brauchten erstmal eine Pause und so wurden wir nach einer kurzen Erkundung der Stadt in einem urigen Scheunencafe fündig. Die nette Mitarbeiterin brachte uns dann auch ein leckeres hausgemachtes Mittagessen und der launige Wirt überraschte uns noch mit manch lustiger Anekdote und Informationen über die Stadt Dömitz. Nach dieser ergiebigen Pause beschlossen wir nun doch - aufgrund der sich plötzlich geänderten Wettersituation - über die Elbe zu fahren und noch bis nach Dannenberg zu radeln - da sich hier ein Bahnhof mit Anbindung nach Lüneburg - Hamburg - Buxtehude usw. befindet. Es frischte zunehmend auf und wir befürchteten schon auf den letzten Metern nach Dannenberg doch noch ein heftiges Gewitter abzubekommen. Wir erreichten Dannenberg dann doch noch im trocknen Zustand und so suchten wir uns schnell eine Unterkunft für die Nacht. Der angesagte „Starkregen“ verpuffte dann doch in einigen kleinen Schauern und so konnten wir am Abend noch ein wenig die Stadt erkunden.

7. Tag / 19 Juni - Heimreise Dannenberg - Bremervörde

An diesem Morgen gab es nun unter wolkenverhangenem Himmel einen schnellen Kaffee und ein belegtes Brötchen auf die Hand in einer nahen Bäckerei. Wir beschlossen angesichts der Wetterprognose von Dannenberg aus die Heimfahrt anzutreten und machten uns auf den Weg zum Bahnhof. Von hier aus ging nun also die Fahrt mit der Bahn über Lüneburg - Hamburg - Buxtehude bis Bremervörde - wo wir am frühen Nachmittag eintrafen.

Wir haben in dieser knappen Woche gut 500 Kilometer abgeradelt - bei sonnigem Wetter in einer tollen Landschaft von Usedom - durch die Uckermark - entlang der Mecklenburger Seen - durch unzählige idyllische Dörfer und Städte. Vorbei an schönen - teils einsamen Seen - durch Wälder und Felder in doch teilweise recht abgeschiedenen Gegenden. Stückweit wurden wir an das Värmland in Schweden erinnert - eine Landschaft die man so hier in Deutschland eher nicht vermutet. Ideal für allerhand Urlaubsaktivitaten - nicht nur wie in unserem Fall für eine Radreise. Trotz der spontan revidierten Polen-Ostsee-Tour - nun innerhalb Deutschlands und der ursächlichen Coronakrise war es wieder einmal eine tolle Woche auf dem Reiserad. Trotz einiger Einschränkungen - Maskenpflicht - Abstand - Hygieneregeln - hat alles wunderbar geklappt und für uns keinen Abbruch an Spass - neuen Erfahrungen und Erlebnissen - netten Menschen und Anregungen gegeben. Es gibt also immer wieder viel Neues und Schönes zu erleben - auf dem Rad vielleicht noch beschaulicher und intensiver als irgend sonst. Damit steht somit einer nächsten Tour im nächsten Jahr mit meinem Radsportfeund Manni nichts im Wege. Vielleicht dann doch die Polen-Ostsee-Tour in 2021 - ohne Coronaeinschränkungen - ich bin gespannt und freue mich darauf.