Termine
02 Nov 2018
19:00 - 00:00
Abteilungsversammlung
Unsere Partner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Tag - Flensburg - Norgaardholz - 43 Kilometer

Nachdem wir die Bahnfahrt von Bremervörde nach Flensburg schon kurz nach dem Mittag absolviert hatten, konnten wir uns für den Nachmittag noch einige Radkilometer vornehmen. Wir radelten also entspannt  aus Flensburg heraus in Richtung Glücksburg. Aber schon nachdem wir den Bahnhofsbereich und die Innenstadt verlassen hatten, mussten wir feststellen das es hier oben im sogenannten „flachen Norden“ doch recht kurze und heftige Steigungen gibt. Mit unseren gut bepackten Tourenrädern mussten wir uns an diese hügelige Ostseelandschaft  erst einmal gewöhnen. Auf dem gut ausgeschilderten Ostseeradweg kamen wir bei durchwachsenem Wetter gut voran und erreichten zum Abend hin und noch vor dem einsetzenden Regen den kleinen beschaulichen Ort Norgaardholz. Hier buchten wir spontan eine direkt an der Ostseeroute gelegene Bett & Bike Pension für die bevorstehende Nacht. Rückblickend am Ende der Tour war diese private Pension - ein tolles Appartement - mit direktem Ostseezugang - das Beste und Günstigste was wir gefunden haben. 

 

 

2. Tag - Norgaardholz - Krusendorf - 108 Kilometer

Von hier aus ging es am anderen Morgen nach einem leckeren hausgemachten Frühstück weiter entlang der Ostsee in Richtung Kappeln an der Schlei. Bei bestem sonnigen Wetter erreichten wir gegen Mittag den Ort. Genau passend um dort ein obligatorischen Fischbrötchen zu essen - in einer der ältesten Aalräuchereien der Stadt frisch zubereitet. Sicherheitshalber wurde zur Stärkung noch ein Obstsalat und eine Kugel Eis auf die Hand in der Fussgängerzone „dazugelegt“. Weiter ging es nun - immer schön Hügelauf und Hügelab - vorbei an Orten wie Olpenitz und Damp nach Eckernförde. Nach einer kurzen Kaffeepause fuhren wir weiter entlang der Eckernförder Bucht in grobe Richtung Kiel. Da wir den Tag schon gut „Kilometer gemacht“ hatten - beschlossen wir in dem kleinen Örtchen Krusendorf eine Bett & Bike Pension anzusteuern um dort die Nacht zu verbringen.

 

 

3. Tag - Krusendorf - Heiligenhafen - 100 Kilometer

Die gewählte Bett & Bike Pension entpuppte sich als eher schlechte Unterkunft für wohl eher jugendliche Low-Budget-Touristen, sodass wir früh am anderen Morgen ohne Frühstück in die Pedale traten und den Ort verliessen. Bei einem Dorfbäcker im nächsten auf der Route liegenden Ort wurde das fehlende Frühstück aber entsprechend üppig nachgeholt. Nun ging es gut gestärkt weiter auf dem Ostseeküstenradweg durch eine ständig wechselnde Landschaft. Gegen Mittag erreichten wir dann Kiel - wo wir von Falkenstein aus mit der Fähre über die Kieler Förde nach Laboe übersetzten. Von hier aus ging es über Ostseeorte wie Kalifornien - Hohwacht - Weissenhäuser Strand - nach Heiligenhafen. Nach einem langen Tag im Sattel - bei durchwachsenem aber trockenem Wetter und dem ständigen Auf und Ab des Ostseeküstenradwegs - ging auch dieser Tag wieder in einer Bett & Bike Pension zu Ende.

 

 

4. Tag - Heiligenhafen - Travemünde - 98 Kilometer

An diesem Morgen konnten wir uns - nach einem ausgiebigen Frühstück in der recht passablen Pension - wieder in den Sattel schwingen und somit in die Pedale treten. Von Heiligenhafen aus - vorbei an der bekannten Fehmarnsundbrücke - ging es nun in die bekannten Ostseebäderorte wie Dahme - Grömitz - Scharbeutz - Timmendorf in Richtung Travemünde. An diesem Tag bereitete uns zu der hügeligen Strecke auch das Wetter einiges an Auf- und Ab - so dass wir zu Abwechslung mal zwischendurch mit komplettem Regenzeug fahren mussten. An diesem Tag bzw. Abend auch mal die erste, etwas längere Unterkunftssuche. Da wir ja auf unseren Touren nie verbuchen, gestaltete sich die Suche in den doch noch recht stark frequentierten touristischen Ostseebadeorten heute etwas schwieriger. Aber nach einigen Telefonaten von unterwegs und Recherche per Internet und Handy fanden wir doch noch eine nette Pension in der Nähe von Travemünde für die bevorstehende Nacht.

 

 

5. Tag - Travemünde - Wismar - 63 Kilometer

Super Frühstück und gelungener Start in Travemünde - von hier aus als erstes mit der Fähre über die Trave auf den Priwall und von dort aus weiter in Richtung Boltenhagen. Auf diesem Stück des Ostseeküstenradwegs nun die erste Panne. An Manfreds Tourenbike verlor das Hinterrad Luft und somit machten wir eine kurze Zwangspause und wechselten kurzerhand den kompletten Schlauch. Weiter ging die wilde Fahrt - auf und ab direkt entlang der Küste und immer mit Blick auf die Ostsee. Gegen Mittag dann schon Boltenhagen - hier erstmal eine längere Pause und Zeit für einen Kaffee und eine kleine Stärkung - direkt am Meer. Danach ging es recht beschaulich weiter bis wir gegen Nachmittag schliesslich Wismar erreichten. Da hier nun etliche Hotels und Pensionen zu finden waren und für den Rest der Strecke des heutigen Tages eher nur kleinere Orte auf der Karte standen - beschlossen wir kurzerhand uns hier eine Unterkunft zu suchen. Prompt wurden wir dank der Mithilfe der Touristeninformation fündig - zu einem Spottpreis im ersten Haus am Platze direkt am historischen Marktplatz in der Innenstadt. Die Wahl war gut und gerade getroffen, als dann auch gegen Abend der Regen einsetzte.An diesem Abend verschlug es uns in ein griechisches Lokal - wo wir dann aufgrund der grossen Nachfrage mit vier anderen - bis dahin fremden Leuten - an einen grossen Tisch verfrachtet wurden. Dies wurde dann ein wirklich spannender und sehr schöner Abend an dessen Ende wir vier neue Bekannte hatten. 

 

 

6. Tag - Wismar - Wustrow - 108 Kilometer

Ein strahlender sonniger Morgen - mit einem leckeren Frühstück auf dem alten Marktplatz inmitten der Stadt. Danach auf zur Weiterfahrt in Richtung Rostock. Immer entlang der abwechslungsreichen Küste fahren wir durch Feld und Wald. Vorbei und durch Orte wie Rerik - Kühlungborn - Heiligendamm - Nienhagen gelangen wir nach Warnemünde. Hier geraten wir dann prompt in den Trubel der Hansesail - ein Großseglertreffen auf der Warnow und der vorgelagerten Ostseeküste. Wir beschliessen nun doch umgehend mit der Warnowfähre überzusetzen um dann auf der anderen Seite auf dem Ostseeküstenweg weiter zu radeln. Nach einer kurzen Stärkung geht es also auf in Richtung Graal Müritz. Es ist ein so schöner sonniger Tag und die nahe blaue Ostsee im Blick lässt uns bis in den frühen Abend bis hinauf nach Wustrow weiter fahren. Nach einiger Suche in diesem beschaulichen Ort finden wir noch ein Hotel für die Nacht. Nach einem leckeren Abendbrot mit einem Bier auf die Hand, schaffen wir es gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang an den Strand zu eilen, um diesem Naturschauspiel beizuwohnen.

 

 

7. Tag - Wustrow - Barth - 55 Kilometer

Von Wustrow aus fahren wir an diesem schönen Morgen entlang der Ostseeküste in Richtung Ahrenshoop. Von hier aus geht es nun hinein in die Boddenlandschaft und nach Prerow und weiter bis nach Zingst auf dem Darß. Einem spontanen Entschluss folgend fahren wir nun wieder durch diese idyllische Boddenregion nach Barth am Barther Bodden - der Partnerstadt von Bremervörde. Irgendwie war uns der Einfall gekommen ausgerechnet in unserer Partnerstadt diese tolle Tour zu beenden. Die verbleibenden rund 30 Kilometer bis Stralsund waren uns nun nicht mehr so wichtig und somit wollten wir hier in Barth die letzte Tour unserer Deutschlandumrundung beenden. So spontan uns diese Idee gekommen war - so schnell erreichten wir Barth, wo wir am Hafen ein letztes Fischbrötchen und ein Bier auf die Hand, als Abschluss der Tour zu uns nahmen. Es ging dann auf zum Bahnhof - von wo aus wir auch gleich eine gute Verbindung über Hamburg nach Bremervörde buchen konnten. Da wir nun noch etwas Wartezeit zur Verfügung hatten schwangen wir uns noch einmal auf die Räder. Nach einem kurzen Abstecher in die Innenstadt und mit der Auflösung der „Haushaltskasse“, in Form von leckerem Frozen Yoghurt und original DDR Softeis, war es dann soweit. Zurück zum Bahnhof - der Zug lief ein und wir machten uns auf die Heimreise per Bahn. Mannies Hund wird es uns sicher gedankt haben - dass wir doch noch einen Tag früher als geplant wieder zu Hause waren.

 

 

575 Kilometer in 7 Tagen

Hier nun noch ein kurzes Fazit

Nach all den Touren der letzten Jahre kann ich nur abschliessend feststellen, dass alle Touren ihren ganz eigenen Reiz hatten und es um unser Land herum so viel Neues und Abwechslungsreiches zu entdecken gibt. Die Landschaften und Orte - vor allem auch die Menschen die darin leben - es ist so facettenreich und unterschiedlich - vor allem aber bereisenswert und entdeckenswert allemal. Die Touren waren manchmal recht heftig - vom Wetter und von der Anstrengung her - aber allesamt total toll und spannend im Nachhinein. Besonders abwechslungsreich war allerdings diesmal die Ostseeküste von Flensburg  bis Barth. Das ständige Auf und Ab des Weges - durch Felder und Wälder - entlang der Küste und Strände - so individuell und beschaulich auf der einen Seite - so touristisch und teilweise austauschbar auf der Anderen. Verschlafene Dörfer und kleine reizvolle Orte - bis hin zu möndänen Seebädern mit prachtvollen Yachhäfen. Alles so unterschiedlich und abwechslungsreich - ein ständiges Auf und Ab - und das nicht nur in Höhenmetern. Und auch immer wieder voll von Erlebnissen und Anekdoten - von Gesprächen und Eindrücken mit Menschen auf unserem Weg entlang der Touren die wir um Deutschland herum gemacht haben. Die Ostseeküste war nun unsere letzte und abschliessende Tour um Deutschland entlang der Grenzen. Bleibt abzuwarten wohin es uns nun in den nächsten Jahren verschlagen wird. Es gibt noch soviel zu entdecken und zu erleben. An dieser Stelle auch noch ein letztes Wort an Manfred - meinen Radsportkollegen - mit dem ich all diese Touren unternommen habe: Manni es hat immer Megaspass gemacht.