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Sonntag 11.09.2011, kurz vor 9:00 Uhr. Wir stehen im Startblock für den 88 km und 2600 Höhenmeter umfassenden Ultra-Bikemarathon in Plettenberg (Sauerland), der sogenannte „P-Weg“.  Um für den Ultra Marathon einen der 350 Startplätze zu ergattern mussten wir Mitternacht zur Freischaltung am PC sitzen. Die Plätze sind begehrt und immer innerhalb kurzer Zeit vergriffen. Für den eine Stunde später startende 42 km / 2000 Höhenmeter Marathon gibt es 700 Startplätze.

Wir stehen im zweiten Startblock. Die Stimmung ist locker, im Hintergrund läuft Musik, der Moderator interviewt Fahrer. Das Starterfeld ist international, ein Niederländer erzählt wie er zum P-Weg gekommen ist: „A friend told me about this beautiful race". Die Sonne scheint, es ist schon richtig warm, ja, es verspricht a beautiful race zu werden.

Nach dem Startschuß fahren die drei Startblöcke alle hintereinander los, aus Plettenberg raus gleich in eine Starterfeld entzerrende Wand hinein. Die verschiedenen Leistungsgruppen formieren sich gleich zu Anfang. Die gewählte Strecke ist für uns Flachländer sehr anspruchsvoll. Der um die Vier-Täler-Stadt Plettenberg verlaufende P-Weg führt viermal in die Täler hinab und am Gegenhang wieder hinauf. Es werden in der Mittelgebirgslandschaft überwiegend Wald- und Schotterwege befahren. Auf lange steile Anstiege folgen rasante Abfahrten und auch einige Trailstücke sind in die Streckenführung eingebaut worden.



An der Strecke stehen immer wieder Zuschauer die anfeuern. Man hat das Gefühl dass alle anliegenden Ortschaften hinter dieser Veranstaltung stehen und sie feiern. Alle 10 km, schon fast zu oft, stehen zahlreiche freundliche Helfer die Getränke und Bananen reichen. Bei km 50, nach dem fiesesten Anstieg der ganzen Strecke, gibt es zusätzlich belegte Brote und Kuchen......und 'n Päuschen.

Was bei gutem Wetter begann hört mit Starkregen auf. Etwa auf halber Strecke fängt es an zu tröpfeln. Bei der Wärme ist das erst gar nicht mal so unangenehm. Doch der Regen wird immer stärker, ist zum Glück aber nicht kalt. Als wir dann irgendwann den Punkt erreicht haben dass nasser und dreckiger nicht mehr geht können wir nur noch Eins draus machen: Spass haben an der Schlammschlacht! So wird keiner Pfütze mehr ausgewichen sondern mit Schmackes durchgefahren. Das Wasser spritzt in alle Richtungen, der Schlamm bleibt an Körper und Rad kleben. Die Strecke wird durch die rutschigen und schlammigen Passagen noch anspruchsvoller. An gefährlichen Stellen stehen Helfer die Aufmerksam machen. Das ein oder andere Mal schieben wir lieber unser Bike statt ein Risiko einzugehen.

Der P-Weg endet in einem letzten  rutschigen, schlammigen engen Serpentinentrail der direkt ins Herz von Plettenberg führt. Leider regnet es so stark dass kaum Zuschauer im Ort sind. Der Weg führt alle Biker durch den Ort bis zum Veranstaltungsplatz. Jeder Finischer muss hier über die Bühne und wird vom Moderator beglückwünscht. Danach werden Medaille und Finischer Trikot überreicht und dürfen wir uns ein leckeres kaltes Bier reinkippen. Genau das was man braucht wenn man völlig durchnässt und von oben bis unten eingesaut ist...
Aber: Schön wars! A beautiful race......nächstes Jahr fahren wir wieder hin!

Uwe: 5 Stunden
Anneke: 6 Stunden