Von dem Rennen von Hamburg nach Berlin hatten wir schon mal gehört, uns aber gefragt warum man sich so was antut. Aber wie so oft im Leben muss man nur die richtigen Leute treffen die einem erzählen das die 275 km eigentlich nur 95 km bis zur Elbebrücke Dömitz, dann 30 km bis Wittenberge und nochmal 30 km bis Havelbeck und danach ja nur noch 120 km bis Berlin sind und es ausserdem einfach cool ist mal mit dem Rad von Hamburg nach Berlin zu fahren.

So kam es dass wir am Samstag den 16.10 morgens kurz nach 7 Uhr bei 6,5°C und bei Dunkelheit an der Startlinie in Altengamme standen. Die Wettervorhersage war grauenhaft, die Motivation und Freude aber nicht getrübt.

Unser 4er Team wurde um 7:04 auf die Strecke geschickt. Einzige Vorgabe des Rennens: die Elbbrücken Geesthacht und Dömitz einmal überfahren und in Berlin-Spandau ankommen. Bundesstraßen und Autobahnen durften nicht befahren werden. Einen Track konnte man sich von der Internetseite auf das GPS laden, wer kein GPS zur Verfügung hatte fuhr nach Roadbook. Frisch flott und fröhlich spulten wir die ersten Kilometer ab, sammelten schon kurz nach dem Start einen Einzelfahrer auf (das war erlaubt) der sich super in unser Team einfügte. Eine Fahrerin gesellte sich noch zu uns und so kamen wir recht flott zu Sechst bei der Zwischenkontrolle in Dömitz an. Hier wurde die Zwischenzeit gestoppt, konnte was gegessen und getrunken werden, die Toilette benutzt sowie Schläuche gewechselt werden....

Nach der Zwischenkontrolle ging es in den Osten der Republik. Die Landschaft wurde freier, die Straßen schlechter (Kopfsteinpflasterstücke!) und der Wind nahm zu, kam kräftig von vorne. Eine Dreiergruppe vom Eisenschweinkader Berlin wurden eingesammelt und schloss sich uns an. So kämpften wir uns jetzt zu Neunt durch den Wind. Die Kilometer zogen sich in die Länge, die Gruppe fiel öfter mal auseinander, formierte sich aber immer wieder. Bei km 200 hielten wir in Rhinow beim Supermarkt um die leeren Speicher aufzufüllen. Mit neuem Schwung, etwas weniger Wind dafür aber mit Feuchtigkeit von oben ging es auf die letzten 75 km. Die Gruppe war jetzt auf 11 Fahrer angewachsen und die Freude auf Berlin war zu spüren. Lautes Hurra als wir am Berliner Bären vorbei fuhren. Nur noch ein paar Mal links-rechts-geradeaus und dann waren wir auch schon am Zielort Wassersportheim Gatow.......nun war HH-B vorbei, ganz plötzlich und unspektakulär.

Fazit: Tolle Veranstaltung, tolles Erlebnis. Und es hat überhaupt nicht weh getan....;-)

Zurück ging es noch am gleichen Abend mit dem Zug nach Hamburg.

Anneke & Uwe