Am 22.Juni war es wieder einmal soweit, die Radprofis waren zu Gast in Nordhorn. Zum Rahmen des Sparkassen-Rennens gehört traditionell das vom SV Vorwärts ausgetragene Jedermann-Rennen, in dem sich Hobbyfahrer aus der Region (oder auch weiter weg) auf abgesperrtem Kurs vor Publikum messen können. Da sich den Meisten diese Möglichkeit sonst nicht bietet war die Resonanz in diesem Jahr erfreulich hoch. Bereits vor dem Rennen lagen ca. 40 Voranmeldungen aus allen Altersklassen vor. Auch vom SV Vorwärts Nordhorn waren wieder acht Fahrer vertreten die sich diese Chance nicht entgehen lassen wollten.

Der Startschuss fiel um 20:45 Uhr; klack, klack... alle in die Pedale einklicken und los geht’s gleich in die erste 90°-Kurve. Nach der Kurve gleich wieder raus aus dem Sattel und mit aller Kraft treten, schon kommt die nächste Kurve. Auf dem verwinkelten Kurs ist das mit der Zeit ziemlich kraftraubend. Auf den Geraden Ootmarsumer Weg und Lindenallee gilt es das Hinterrad eines Mitstreiters zu erwischen um im Windschatten Anschluss an die Gruppe halten zu können. Bereits nach der ersten Runde zeigt der Pulsmesser 180 Schläge an...und es folgen noch elf Runden. Die scharfen Kurven verlieren mit jeder Runde etwas von Ihrem Schrecken, auch wenn es manchmal ganz schön eng zugeht. Bloß nicht dran denken was passiert wenn.... egal, es muss gehen. So geht es Runde um Runde, die Fahrer vom SV Vorwärts halten aber gut mit und die meisten behalten die Spitze mit dem davor fahrenden Auto im Blick.

Da man beim Sport viel trinken sollte, haben einige eine Trinkflasche im Flaschenhalter stecken um sich in der Mitte des Rennens mal einen Schluck zu gönnen. Wie jedes Jahr erweist sich dieses Vorhaben als Unfug; der Puls ist zu hoch, die Atmung viel zu schnell. In den letzten Runden plagen den einen Krämpfe, die anderen sehnen sich nach dem Zielstrich. Doch die vielen Zuschauer die jeden Fahrer anfeuern überzeugen einen davon durchzuhalten. Als es zum letzten Mal auf die Lindenallee geht zieht jeder (der noch kann) noch mal zum Schlussspurt an, vielleicht kann man ja noch einen Platz gut machen. Nach Überfahren der Ziellinie ist jeder froh es geschafft zu haben, nun kann man auch einen Schluck aus der Trinkflasche zu sich nehmen. Der Blick auf den Pulsmesser zeigt einen Durchschnittspuls von 175, der Tacho eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 38 km/h, gar nicht schlecht. Nachdem der SV Vorwärts im letzten Jahr die Plätze zwei und drei belegen konnte, reichte es in diesem Jahr „nur“ für den neunten Platz, allerdings nur zwei Sekunden hinter dem Sieger. Auch das verdient höchsten Respekt. Am Ende waren aber alle mit dem Rennverlauf zufrieden, auch weil alle Teilnehmer ohne Sturz ins Ziel kamen. Und eines ist jetzt schon klar, im nächsten Jahr sind wir wieder da.